Bär Bruno im Karwendel

In der Silberregion Karwendel östlich der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck war im Sommer 2006 der Bär los: „Bruno“ alias „JJ1“ wanderte quer durch die Tuxer Alpen über das Kellerjoch und durch das Naturdenkmal Vomper Loch – wo im Jahr 1898 der letzte Karwendel-Bär vom Grafen von Thun erlegt wurde. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren in Nordtirol die Bären heimisch und gaben so machem Ort seinen Namen. Nun werden in der Silberregion Karwendel Wanderungen auf den Spuren des Bären auf die Beine gestellt: Vom Loassattel marschieren Natur- und Tierliebhaber zur Gartalm, weiter zur Geolsalm und von dort auf den Aussichtsgipfel Kellerjoch. Von Terfens führt eine Wanderung zur idyllisch im Alpenpark Karwendel gelegenen Ganalm, die Bruno ebenfalls aufsuchte. Von Vomp stapfen große und kleine Bärenfans über eine kleine Bergstraße zur „Bärenrast“, weiter zur romantisch gelegenen Stallenalm und auf die alpine Lamsenjochhütte. Ein völlig ursprüngliches und abseits der Zivilisation gelegenes Tal wird bei der Wanderweg ins Naturdenkmal Vomper Loch auf Schritt und Tritt erlebbar. Es war auch für Bär Bruno ein beliebtes Revier, bevor er aufgespürt wurde und weiterzog. Seine letzte Heimat wird Bruno nach seinem Abschuss in Bayern wohl in einem Museum in München finden.